Mein Wahlkreis

wk14Der Wahlkreis 14 Rahlstedt ist ein Wahlkreis zur Wahl der Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung im Bezirk Wandsbek. Er ist nach dem Hamburger Wahlrecht ein Mehrmandatswahlkreis, in dem vier Bürgerschaftsabgeordnete in Direktwahl oder nach Wahlkreislisten gewählt werden.

Die Grenzen des Wahlkreises sind mit den Stadtteilgrenzen Rahlstedts identisch. Der Wahlkreis liegt im Osten Hamburgs an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein. Benachbarte Wahlkreise sind Alstertal-Walddörfer im Norden, Bramfeld-Farmsen-Berne im Osten und Wandsbek im Südosten.

Der Wahlkreis Rahlstedt hat gut 86.000 Einwohner. Mit knapp 65.000 Wahlberechtigten gehört er zu den mittleren Wahlkreisen. Die Wahlbeteiligung lag bei den vergangenen Bürgerschaftswahlen 2008 mit 62,6 Prozent, 2004 mit 68,6 Prozent und 2001 mit 72,8 Prozent auf Höhe der Gesamtbeteiligung in Hamburg mit 63,5 Prozent, 68,7 Prozent und 71,0 Prozent.

Die Bevölkerungsdichte im Wahlkreis beträgt 3252 Einwohner/km² und liegt damit über dem Durchschnitt Hamburgs mit 2294 Einwohner/km². Die unter 18-Jährigen bilden einen Anteil von 17,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung (Hamburg 15,7 Prozent), die über 65-Jährigen 22,5 Prozent (18,8 Prozent). Der Ausländeranteil liegt mit 9,0 Prozent im Wahlkreis unter dem Hamburger Durchschnitt von 14,8 Prozent. Der Anteil ausländischer Schüler beträgt 9,4 Prozent gegenüber durchschnittlich 15,6 Prozent in Hamburg.

Rahlstedt hat sich schrittweise zum einwohnerreichsten Hamburger Stadtteil entwickelt. Mit Errichtung einer Bahnstation 1893 zwischen Altrahlstedt, Oldenfelde und Neurahlstedt wurde der ländliche Ort für Besserverdienende und höhere Beamte erstmals als Wohnort abseits der Arbeitsstätte interessant. Ganze Straßenzüge entstanden in dieser Zeit um die Jahrhundertwende, deren Villen-Gebäude für Rahlstedt sehr typisch sind. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und ausgebombte Hamburger im Stadtteil an. Durch die Bildung der Ortsteile Hohenhorst, Rahlstedt-Ost sowie zunächst Großlohe-Nord und ab 1964 schließlich auch Großlohe-Süd Anfang der 1960er Jahre wurde Rahlstedt erheblich vergrößert. Diese Bereiche waren einst „Kuhkoppeln“ und wurden mit planmäßig angelegten Wohnanlagen und so genannten Plattenbauten bzw. Montagebauten und einigen Hochhäusern überbaut, daneben gibt es auch große Gebiete mit Reihenhaus- und Einzelhausbebauung. Damals waren diese neuen Ortsteile Rahlstedts so etwas wie eine Trabantenstadt, Wohnraum wurde dringend benötigt. Viele Hamburger, die bei der Hamburger Sturmflut 1962 am 16. und 17. Februar obdachlos wurden, zogen in die Neubaugebiete. Zwar hatte Rahlstedt längst vor der Flutkatastrophe angefangen zu wachsen, die Ereignisse beschleunigten jedoch das Wachstum.

Durch die Schließung zweier Kasernengelände (Boehn-Kaserne und Graf-Goltz-Kaserne) 1992 durch die Bundeswehr entstanden die neuen Siedlungsgebiete Rahlstedter Höhe (1996/1997) und Rahlstedter Boltwiesen (2000). Die neuen Siedlungen führten zu einem Anstieg der Einwohnerzahl auf über 85.000.

Der Wahlkreis besteht aus folgenden Ortsteilen:

Rahlstedt (mit Alt- und Neurahlstedt, Großlohe, Hohenhorst und Rahlstedt-Ost)
Oldenfelde
Meiendorf

Quellen:
de.wikipedia.org/wiki/Wahlkreis_Rahlstedt (gekürzt)
de.wikipedia.org/wiki/Rahlstedt (gekürzt und ergänzt)
de.wikipedia.org/w/index.php (Karte)
Das Artikelbild ist von de.wikipedia.org und © TUBS

Dieses Werk bzw. dieser Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.